Wer heute in einer Wohngegend bauen möchte, sieht sich mit ganz eigenen Herausforderungen konfrontiert. Oft liegt der Fokus nicht nur auf dem geplanten Bauwerk, sondern auch auf dem, was rundherum bereits steht: angrenzende Gebäude, schmale Zufahrten, sensible Bodenverhältnisse und nicht zuletzt eine Nachbarschaft, die mit Lärm und Erschütterungen verständlicherweise wenig Geduld hat.
Gerade in solchen Fällen reicht eine einfache Flachgründung nicht aus. Klassische Rammverfahren stoßen an technische und rechtliche Grenzen. Die Lösung? Eine Bohrpfahlgründung, die exakt auf die Anforderungen moderner Wohnbauprojekte zugeschnitten ist: leise, erschütterungsfrei und zuverlässig von der ersten Bohrung bis zur letzten Pfahlkopfherstellung.
In diesem Artikel erfahren Sie, warum sich dieses Gründungsverfahren besonders für Bauprojekte in Wohnanlagen eignet, welche Vorteile es bietet, worauf Sie bei der Planung achten sollten und weshalb es sich lohnt, auf einen erfahrenen Partner und Experten im Hinblick auf Tiefgründungen zu setzen.
Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste in Kürze
Die Bohrpfahlgründung ist ein spezielles Tiefgründungsverfahren, das überall dort eingesetzt wird, wo der Boden nicht tragfähig genug ist: zum Beispiel bei weichen Schichten, hohem Grundwasser oder in eng bebauten Wohngebieten. Statt das Gebäude direkt auf dem Erdreich abzustellen, werden Bohrpfähle mehrere Meter tief in den Boden eingebracht, mit Bewehrung versehen und mit Beton verfüllt. So entsteht ein stabiles Pfahlsystem, das die Lasten sicher in tiefere, tragfähige Schichten ableitet.
Besonders im städtischen Raum spielt dieses Verfahren seine Stärken aus: Es ist leise, erschütterungsfrei und eignet sich selbst für enge Baugruben oder sensible Umfelder wie Schulen, Altbauten oder Innenhöfe. Gleichzeitig bietet es eine hohe Tragkraft, langfristige Stabilität und lässt sich leicht an die jeweiligen Bodenverhältnisse anpassen. Für alle, die in Wohngebieten auf Nummer sicher gehen wollen, ist die Bohrpfahlgründung oft nicht nur die attraktivste, sondern die einzig sinnvolle Wahl.
Was ist eine Bohrpfahlgründung?
Wer in einem Wohngebiet bauen möchte, stößt schnell auf ein zentrales Problem: Der Baugrund trägt nicht genug. Denn weicher Lehm, Torfschichten oder aufgefüllte Böden reichen oft nicht aus, um das Gewicht eines Gebäudes dauerhaft zu halten. Genau hier kommt die Bohrpfahlgründung ins Spiel – ein Verfahren aus dem Spezialtiefbau, das tragfähige Fundamente auch dort schafft, wo der Boden an seine Grenzen stößt.
Das Prinzip ist einfach, aber effektiv: Mit einem Bohrgerät wird zunächst ein senkrechtes Loch in die Erde getrieben – je nach Bodenverhältnissen beispielsweise mit einem Kelly-Drehbohrgerät oder einer Verrohrungsdrehtisch. Anschließend wird ein Bewehrungskorb eingebracht, der dem späteren Pfahl zusätzliche Stabilität verleiht. Zum Schluss wird die Bohrung mit Beton verfüllt. So entsteht ein tragfähiger Betonpfahl, der tief im Untergrund verankert ist.
Ein Bauwerk ruht in der Regel auf mehreren dieser Pfähle. Gemeinsam bilden sie das Fundament und sorgen dafür, dass die Lasten sicher in tiefere, tragfähige Bodenschichten abgeleitet werden. Gerade bei Baugründen auf weichen Böden aus Lehm, Torf oder stark durchlässigem, gleichförmigem Sand ist das unerlässlich, um spätere Setzungen und Bauschäden zu vermeiden.
Ein großer Vorteil dieser Methode liegt in der Art der Ausführung: Bohrpfähle werden nicht eingeschlagen, sondern mit rotierenden Bewegungen in den Boden eingebracht. Dadurch entstehen weder Erschütterungen noch laute Schlaggeräusche. Statt eines metallischen Hämmerns ist lediglich das gleichmäßige Arbeitsgeräusch des Bohrgeräts zu hören. Das reduziert die Lärmbelastung auf ein Minimum – ein wichtiger Faktor in dicht bebauten Wohnquartieren.
Für Nachbargebäude bedeutet das außerdem: kein Risiko von Setzungsrissen, keine wackelnden Wände und keine statischen Folgeschäden. Die Bohrpfahlgründung schützt damit nicht nur das eigene Bauvorhaben, sondern auch die umliegende Bebauung. Gerade bei sensiblen Projekten – etwa in Innenstädten, in der Nähe von Altbauten oder bei geringem Abstand zu Nachbarhäusern – ist sie deshalb die bevorzugte Gründungsart vieler Planungsbüros.
So funktionierte die Bohrpfahlgründung im Detail
Eine Bohrpfahlgründung ist kein Standardverfahren, das einfach „abgespult“ wird. Sie ist ein präzise geplantes gründungstechnisches Konzept, das auf jedes Projekt, den jeweiligen Baugrund und die Anforderungen vor Ort zugeschnitten wird. Die Bohrpfahlgründung durchläuft fünf zentrale Phasen, die wir Ihnen in diesem Abschnitt vorstellen.
1. Baugrundanalyse und Planung
Am Anfang steht die gründliche Untersuchung des Baugrunds. Fachleute führen sogenannte Bodenaufschlüsse und Sondierungen durch, um zu prüfen, welche Bodenschichten vorhanden sind und wie tragfähig diese sind. Dabei wird festgestellt, ob Schichten wie Torf, Lehm, Sand oder Füllmaterial im Untergrund vorliegen und in welcher Tiefe sich stabile Schichten befinden. Auch das Wasservorkommen im Baugrund wird erfasst, denn ein hoher Grundwasserspiegel kann die Wahl des Gründungsverfahrens erheblich beeinflussen.
Aus diesen Daten entsteht ein Baugrundgutachten, das die Basis für die spätere Bemessung der Pfähle bildet. Hier wird nicht nur entschieden, ob Bohrpfähle zum Einsatz kommen, sondern auch, welches Pfahlsystem für die vorhandenen Bodenverhältnisse am besten geeignet ist. Eine sorgfältige Planung verhindert böse Überraschungen, wie Setzungen, Baustopps oder teure Nacharbeiten.
2. Dimensionierung und Bemessung der Pfähle
Sobald die geologischen Rahmenbedingungen feststehen, beginnt die technische Auslegung der Pfähle. Die Dimensionierung umfasst die Länge, den Durchmesser, die Art der Bewehrung, den Achsabstand und die Tiefe der Verankerung. Dabei wird genau berechnet, wie viele Lasten über die Pfähle in die tragfähigen Schichten abgeleitet werden müssen und wie das unter Berücksichtigung von Mantelreibung und Spitzendruck am besten gelingt.
Je nach Anforderungen kann die Planung auf verschiedene Pfahlsysteme hinauslaufen. In beengten Verhältnissen kommen zum Beispiel Mikropfähle infrage, bei lockerem Sand oder schluffigem Boden sind Kelly-Bohrpfähle mit Verrohrung sinnvoll, während bei schwierigen Grundwasserverhältnissen auch Teil- oder Vollverdrängungsbohrpfähle eingesetzt werden. Die Bemessung erfolgt auf Grundlage der gültigen Normen, etwa der DIN EN 1536 oder der DIN EN 12699, und berücksichtigt neben der reinen Tragfähigkeit auch baurechtliche, wirtschaftliche und ökologische Aspekte.
3. Baustelleneinrichtung und Geräteeinsatz
Bevor die erste Bohrung beginnt, wird die Baustelle eingerichtet. Das umfasst die Absicherung des Geländes, die Herstellung von Zufahrten, gegebenenfalls den Bau von Lärm- oder Spritzschutzmaßnahmen und die Bereitstellung der erforderlichen Technik. Je nach Zugänglichkeit, Projektgröße und Pfahlsystem wird ein geeignetes Drehbohrgerät oder eine Maschine mit Verrohrungsdrehtisch eingesetzt. Auf kleinen innerstädtischen Grundstücken kommen kompakte Maschinen zum Einsatz, bei größeren Baugruben entsprechend leistungsfähigere Anlagen.
Die logistische Abstimmung ist dabei entscheidend. Nur wenn alle Komponenten – von der Bohranlage über die Betonpumpe bis zum Transport der Bewehrungskörbe – exakt koordiniert sind, lässt sich ein reibungsloser Ablauf sicherstellen.
4. Ausführung der Bohrpfähle
Nun beginnt die Herstellung der Pfähle. Zuerst wird das Bohrloch auf die geplante Tiefe abgeteuft: Entweder mit einem Kelly-Drehbohrverfahren, bei dem das Bohrwerkzeug mechanisch in den Boden vordringt – In Fällen mit instabilen Böden oder Wassereintritt wird zusätzlich eine Verrohrung eingebracht, die das Bohrloch stabilisiert.
Oder aber mit verdrängenden Verfahren, bei denen das Bohrgut seitlich verdrängt und ein Teil gefördert wird. Nach dem Erreichen der Endtiefe erfolgt der Einbau des Bewehrungskorbs, der bereits vormontiert angeliefert wird. Die Bewehrung sorgt für die notwendige Zugfestigkeit und übernimmt einen Teil der Lastabtragung. Im Anschluss wird der Pfahl mit Beton verfüllt, in der Regel von unten nach oben, um Lufteinschlüsse zu vermeiden. Je nach System kann auch selbstverdichtender Beton zum Einsatz kommen.
Dieser Vorgang wiederholt sich für jeden einzelnen Pfahl. Dabei wird bei jedem Schritt geprüft, ob die vorgegebenen Längen durch die tatsächlich angetroffenen Bodenparameter eingehalten wurden. Nur so kann die spätere Tragkraft garantiert werden.
5. Abschluss und Kontrolle
Nach dem Betonieren und kurzen Aushärten erfolgt die Freilegung des Pfahlkopfs, also jener Teil, der später mit der Fundamentplatte oder dem Kellerboden verbunden wird. Der Pfahlkopf wird sauber zugeschnitten und auf die erforderliche Höhe gekappt. Anschließend erfolgt die Qualitätskontrolle, die je nach Projektumfang Integritätsprüfungen oder auch statische oder dynamische Probebelastungen umfassen kann. Hier wird geprüft, ob der Pfahl die geplanten Lasten aufnehmen kann und die tatsächliche Tragfähigkeit mit der berechneten übereinstimmt.
Sind alle Prüfungen abgeschlossen, wird die Ausführung in einem Bericht dokumentiert, der später auch bei der Bauabnahme eine Rolle spielt. Erst dann gilt die Gründung als abgeschlossen und der Hochbau kann beginnen.
Vergleich zu anderen Gründungsarten
Nicht jedes Bauprojekt braucht Bohrpfähle, aber in vielen Fällen ist diese Gründungsart deutlich sicherer als andere Gründungsmethoden. Der Vergleich zeigt, wie sich die Bohrpfahlgründung von klassischen Alternativen wie der Ramm- und Flachgründung unterscheidet – sowohl in der Technik als auch bei den Kosten, dem Einsatzbereich und Risiko.
| Kriterium | Bohrpfahlgründung | Rammgründung | Flachgründung |
| Verfahren | Bohren, Bewehren, Betonieren | Einschlagen von vorgefertigten Pfählen | Betonplatte oder Streifenfundament direkt auf Boden |
| Lärm & Erschütterungen | Sehr gering, ideal für Wohngebiete | Laut und vibrationsintensiv | Gering, aber oft mit Erdarbeiten verbunden |
| Geeignet für Wohngebiete | Ja, sogar empfohlen | Eher ungeeignet wegen Lärm und Erschütterung | Nur bei gut tragfähigem Baugrund möglich |
| Bodenanforderungen | Auch bei schlechtem Baugrund einsetzbar | Tragfähiger Boden in mittlerer Tiefe erforderlich | Nur bei gleichmäßig tragfähigem Boden geeignet |
| Geräteeinsatz | Kompakte Kelly-Drehbohrgeräte, Verdrängungsbohrmaschinen, Schneckenbohrgeräte, Mikropfahlanlagen | Große, schwere Rammgeräte notwendig | Klassisches Bagger- und Schalungsgerät |
| Erschütterungsschutz | Hoch – keine nennenswerte Beeinflussung angrenzender Gebäude | Niedrig – Gefahr für Risse und Schäden an benachbarten Gebäuden | Keine Gefahr, aber eingeschränkt einsetzbar |
| Tragfähigkeit | Sehr hoch – Mantelreibung + Spitzendruck nutzbar | Hoch, aber abhängig vom Untergrund | Gering bis mittel, abhängig vom Boden |
| Planungssicherheit | Exakt berechenbar, normgerecht | Eingeschränkt planbar bei unvorhersehbarem Boden | Einfach planbar, wenn Boden gut untersucht ist |
| Kosten (geschätzt) | 300–500 €/m² | 250–400 €/m² | 150–250 €/m² |
| Langfristige Stabilität | Sehr hoch – jahrzehntelange Standfestigkeit | Hoch, wenn korrekt ausgeführt | Gering, wenn Boden nachgibt |
| Einsatz in der Stadt | Sehr gut geeignet | Kaum praktikabel | Nur bei optimalem Baugrund realistisch |
Fazit: Die Bohrpfahlgründung bietet für viele Wohnbauprojekte, besonders bei problematischen Bodenverhältnissen oder engen Platzverhältnissen, klare Vorteile gegenüber anderen Varianten. Flachgründungen mögen günstiger erscheinen, verursachen langfristig aber oft erhebliche Schäden durch Setzungen. Rammgründungen sind leistungsfähig, aber wegen Erschütterung und Lärm in Wohnanlagen meist ungeeignet.
5 Gründe, warum eine Bohrpfahlgründung in Wohngebieten unverzichtbar ist
Wer in einem Wohngebiet baut, steht schnell vor ganz anderen Herausforderungen als auf einem unbebauten Grundstück in Randlage. Der Untergrund, die baulichen Gegebenheiten und auch die Nähe zu anderen Gebäuden erfordern ein besonderes Maß an Rücksicht, Präzision und ein Gründungsverfahren, das all dem gerecht wird. Genau dafür ist die Bohrpfahlgründung gemacht. In diesem Abschnitt stellen wir Ihnen die wichtigsten Punkte vor, wieso diese Tiefgründungsmethode in Wohngebieten alternativlos ist.
Grund 1: Sicher bauen trotz schwieriger Bodenverhältnisse
Viele Wohngebiete – gerade in Norddeutschland oder in städtischen Lagen – weisen weiche, locker gelagerte oder ungleichmäßige Bodenschichten auf. Lehm, Torf, Auffüllungen oder sandige Böden mit geringer Verdichtung sind keine Seltenheit. Diese sind nicht tragfähig genug, um ein Haus dauerhaft zu stützen – schon gar nicht bei mehrgeschossigen Bauwerken.
Mit einer Bohrpfahlgründung lassen sich die Lasten gezielt in tiefere, tragfähige Bodenschichten ableiten. Die obere, instabile Bodenzone wird dabei bewusst übersprungen. So entsteht dann ein stabiles Fundament – selbst unter schwierigen geologischen Bedingungen. Das macht diese Variante der Tiefgründung besonders sicher und langlebig.
Grund 2: Keine Risiken für Nachbargebäude
Wohnanlagen sind meist dicht bebaut. Wer neu bauen will, muss auf bestehende Gebäude, Garagen, Anbauten oder Stützmauern in direkter Nachbarschaft Rücksicht nehmen. Klassische Rammverfahren mit hoher Erschütterungswirkung können hier nicht eingesetzt werden, ohne Strukturschäden zu riskieren.
Die Bohrpfahlgründung jedoch bietet eine erschütterungsfrei Alternative, die es erlaubt, gründungstechnisch aktiv zu werden, ohne angrenzende Bausubstanz zu gefährden. Durch das vibrationsarme Bohrverfahren bleibt das Erdreich ruhig und es entstehen keine dynamischen Kräfte, die sich auf Nachbarfundamente übertragen. Ein entscheidender Sicherheitsfaktor, – gerade bei engen Grundstücken und sensibler Bausubstanz – der im Hinblick auf spätere Haftungsfragen ein entscheidender Vorteil ist.
Grund 3: Gründungen ohne Genehmigungshürden
In vielen Baugebieten gelten heute strenge Vorgaben in Sachen Erschütterungsschutz, zum Beispiel in der Nähe von Altbauten, denkmalgeschützten Gebäuden, Schulen oder medizinischen Einrichtungen. Selbst minimale Vibrationen können hier problematisch werden.
Die Bohrpfahlgründung erfüllt diese Anforderungen hingegen ideal: Durch modernste Drehbohrtechnik – etwa im Kelly-Drehbohrverfahren oder als Teilverdrängungsbohrpfähle – ist der Einbau nahezu erschütterungsfrei. Das minimiert die Einwirkungen auf das umgebende Erdreich und schützt angrenzende Fundamente. Besonders dort, wo sensible Baustrukturen zu erhalten sind, spielt dieses Verfahren seine Stärken also voll aus. Auch akustisch bleibt es vergleichsweise ruhig. Ein echter Pluspunkt für Projekte, bei denen Rücksichtnahme Pflicht ist.
Grund 4: Nachbarschaftsschutz & erfüllte Bauauflagen
Ein oft unterschätzter Aspekt beim Bauen in Wohnlagen: die Nachbarschaft. Lärm, Schmutz, erschütterungsintensive Arbeiten oder lange Baustellenzeiten führen schnell zu Konflikten mit privaten Anliegern oder auch mit dem Bauamt.
Viele Kommunen verlangen deshalb bei bestimmten Grundstücken oder Projektarten explizit erschütterungsarme Gründungsverfahren oder machen diese zur Auflage im Baugenehmigungsprozess. Die Bohrpfahlgründung punktet hier doppelt: Sie erfüllt alle technischen Normen wie die Anforderungen nach DIN EN 1536 bzw. DIN EN 12699, Umweltvorgaben und rechtliche Auflagen zuverlässig. Gleichzeitig verhindert sie Konflikte mit der Nachbarschaft durch ihren ruhigen, präzisen Ablauf. Das macht sie zur bevorzugten Methode bei Bauprojekten mit Auflagen.
Grund 5: Reibungsloser Bauablauf trotz Platzmangel
Viele Wohnbauprojekte entstehen auf beengten Parzellen, in Innenhöfen oder in Nachverdichtungsgebieten. Hier ist schlicht kein Raum für schwere Rammbären, breite Zufahrten oder große Baugruben.
Bohrgeräte, wie sie bei der Herstellung von Bohrpfählen zum Einsatz kommen, sind jedoch kompakter, mobil und lassen sich an unterschiedliche Raumbedingungen anpassen. Selbst kleine Baustellen im Innenhof, auf Stadtparzellen oder bei Sanierungen im Bestand lassen sich damit zuverlässig gründungstechnisch erschließen, ohne dass das gesamte Quartier aufgerissen werden muss.
Vorteile einer Bohrpfahlgründung in Wohngebieten
✔ Verschiedene Pfahlsysteme je nach Anforderung
Ob Kelly-Bohrpfahl, Mikropfahl, Teil- oder Vollverdrängungspfahl: Die Auswahl des Pfahls kann exakt auf die jeweilige Baugrundsituation abgestimmt werden.
✔ Hohe Tragkraft durch gezielte Lastabtragung
Die Lasten werden kontrolliert über Spitzendruck und Mantelreibung in tiefere Schichten abgeleitet, was auch für mehrgeschossige Gebäude oder hohe Punktlasten ideal ist.
✔ Kompatibel mit ökologischen Bauweisen
Da der Aushub reduziert wird und der Eingriff in den Untergrund minimal bleibt, eignet sich die Methode auch für umweltsensible Flächen wie die in der Nähe von Flüssen, Seen oder Mooren.
✔ Dauerhaft stabil und wartungsfrei
Ein einmal gesetzter Bohrpfahl trägt ein Fundament jahrzehntelang, unabhängig von Witterung, Bodenbewegungen oder oberflächennaher Erosion.
✔ Leicht integrierbar in verschiedenste Gründungsarten
Die Bohrpfahlgründung lässt sich problemlos mit Plattenfundamenten, Kellersohlen oder kombinierten Fundamenten verbinden.
Darauf sollten Sie bei Ihrem Bauprojekt achten
Ganz gleich, ob es sich um ein Einfamilienhaus, ein Mehrfamilienprojekt oder einen Anbau handelt: Bei Bauvorhaben in Wohngebieten ist eine gründliche Vorbereitung entscheidend. Die Wahl der richtigen Gründungsart, die Berücksichtigung technischer Anforderungen und die Abstimmung mit Anliegern und Behörden können über den Verlauf und den Erfolg des gesamten Projekts entscheiden.
Ein solides Bohrpfahlsystem beginnt mit einem professionellen Baugrundgutachten. Dieses sollte frühzeitig eingeholt werden – idealerweise noch vor dem Kauf des Grundstücks oder in der frühen Entwurfsphase. Nur so lassen sich Risiken durch ungünstige Bodenschichten, hohe Grundwasserstände oder Verdichtungsprobleme früh erkennen und vermeiden.
Auch die Planung der Pfahlgründung sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Neben der statischen Bemessung, der Auswahl des passenden Pfahlsystems und der technischen Auslegung sind auch bauordnungsrechtliche Aspekte zu beachten. Dazu zählen der Nachbarschaftsschutz, Erschütterungsmessungen, Lärmschutzauflagen und ggf. erforderliche Genehmigungen.
In der Ausführung selbst spielen Erfahrung und Präzision eine entscheidende Rolle. Eine saubere Bohrung, die exakte Platzierung der Bewehrung und die korrekte Verfüllung mit Beton beeinflussen direkt die spätere Tragfähigkeit der Pfähle. Qualitätskontrollen, Dokumentationen und bei Bedarf Belastungstests sollten zum Standard gehören – gerade bei sensiblen Bauprojekten im städtischen Raum.
Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, lohnt es sich, einen Partner an Ihrer Seite zu haben, der sich mit Bohrpfahlgründungen in beengten, urbanen Lagen auskennt – genau wie Thade Gerdes.
Mit über 125 Jahren Erfahrung im Spezialtiefbau, einem spezialisierten Maschinenpark und zertifizierten Verfahren nach DVGW, ist Thade Gerdes der richtige Ansprechpartner für anspruchsvolle Bauprojekte. Ob Teilverdrängungsbohrpfähle im engen Hinterhof oder bei schwieriger Geologie: hier erhalten Sie alles aus einer fachlich durchdachten Hand einschließlich umfassender Beratung in der Planungsphase – Statt vager Versprechen gibt’s klare Ausführungen, persönliche Ansprechpartner und die Sicherheit, dass Ihre Gründung dauerhaft hält. Fragen Sie jetzt Ihre Tiefgründung an.
Fazit: Deswegen brauchen Sie eine Bohrpfahlgründung für Ihr Bauprojekt in einem Wohngebiet
Die Bohrpfahlgründung ist weit mehr als nur eine Tiefgründungsmethode. Sie ist die passende Antwort auf die komplexen Anforderungen moderner Bauprojekte in Wohngebieten. Ob schwieriger Baugrund, enge Platzverhältnisse oder schützenswerte Nachbargebäude: Mit diesem Verfahren lassen sich Fundamente schaffen, die nicht nur tragfähig, sondern auch nachbarschaftsfreundlich, geräuscharm und zukunftssicher sind. Wer heute baut, sollte nicht auf kurzfristige Lösungen setzen, sondern auf eine gründliche Planung, fachgerechte Ausführung und ein Pfahlsystem, das langfristig überzeugt.
Wenn Sie ein Bauprojekt in der Stadt, auf engem Raum oder mit unsicherem Untergrund planen, sollten Sie Ihre Tiefgründung professionell prüfen lassen. Mit über 125 Jahren Erfahrung im Spezialtiefbau steht Ihnen Thade Gerdes als zuverlässiger Partner zur Seite – von der Baugrunduntersuchung bis zur letzten Bohrung. Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihr Projekt von Beginn an auf ein sicheres Fundament zu stellen und fragen Sie jetzt Ihre Tiefgründung an.
Häufig gestellte Fragen zur Bohrpfahlgründung in Wohngebieten
Was kostet eine Bohrpfahlgründung?
Die Kosten liegen je nach Projektumfang, Bodenverhältnissen und Pfahlsystem meist zwischen 300 und 500 Euro pro m² Fundamentfläche. Bei komplexen Baugründen oder beengten Baustellen kann der Preis variieren. Eine belastbare Einschätzung liefert ein frühzeitiges Baugrundgutachten.
Wann ist eine Bohrpfahlgründung notwendig?
Immer dann, wenn der Baugrund nicht tragfähig genug ist, etwa bei Torf, Lehm, Auffüllungen, hohem Grundwasserstand oder ungleichmäßiger Bodenverdichtung. Auch bei Gebäuden mit hohen Lasten oder in sensibler Umgebung (z. B. dicht bebautes Wohngebiet) ist dieses Gründungsverfahren oft alternativlos.
Was ist der Unterschied zwischen Bohrpfahl- und Rammgründung?
Bei der Bohrpfahlgründung wird das Fundament schonend durch Bohrungen erstellt, bei der Rammgründung werden fertige Pfähle mit hoher Schlagkraft in den Boden getrieben. Letzteres verursacht deutlich mehr Lärm und Erschütterungen, ist in Wohnlagen also meist ungeeignet.
Wie lange dauert die Herstellung von Bohrpfählen?
Je nach Pfahllänge, Bodenbeschaffenheit und Anzahl der Pfahls liegt der Aufwand meist bei 1 bis 3 Tagen pro 10 Pfähle. Kleinere Bauvorhaben lassen sich innerhalb weniger Tage gründen, größere Projekte benötigen eine etwas längere Vorlaufzeit.
Was bedeutet Mantelreibung bei Pfählen?
Die Mantelreibung beschreibt den Teil der Lastabtragung, der über die seitliche Reibung zwischen dem Bohrpfahl und dem umgebenden Erdreich erfolgt. Sie ergänzt den Spitzendruck und erhöht die Tragfähigkeit des gesamten Pfahlsystems erheblich.
Ist eine Bohrpfahlgründung auch bei wenig Platz möglich?
Ja, genau dafür wurde sie entwickelt. Mit kompakten Bohrgeräten oder Mikropfahlanlagen lassen sich auch enge Innenhöfe, Stadtparzellen oder schmale Baugruben sicher erschließen – ohne großen Aushub, ohne schwere Rammbären und ohne Stress mit der Nachbarschaft.
